Eine Vorstellung

ist wohl angebracht.


Ein wenig bin ich wie ein Pfefferkorn: klein aber oho

Ich heiße Lupina - oft wird ein kurzes Lu daraus. Ich bin eine junge Frau aus dem Volk der Halblinge und komme aus den Rotsteinbergen.

Zur Zeit des ersten Romans, “Lupina - Halbling unter Huren und Halunken”, lebe ich schon seit etwas mehr als zwei Jahren in der Stadt Garbath. Hier wohnen vorwiegend Menschen. Wer wie ich als Halbling allein unter ihnen lebt, führt ein hartes Dasein. Zwar habe ich hier weitaus mehr Freiheiten, als daheim, doch geschenkt bekommt man auch hier nichts, und was man ergattert hat, muss man oft genug auch noch verteidigen.

Bisher schlug ich mich mit diversen Gelegenheitsarbeiten durch. Zum Glück bin ich ein wenig fixer und auch schlauer als die meisten Menschen. Ich habe inzwischen gelernt, ihre geistige Trägheit zu meinem Vorteil zu gebrauchen. Aber ich darf es nicht übertreiben. Man kann hier leicht unter die Räder kommen.

Einem toten Halbling oder einem, der spurlos verschwindet,würde man kaum nachweinen. Eine solch belanglose Angelegenheit aufzuklären wäre sicher auch zu viel erwartet.







Was ich von den Menschen halte?

Ich habe in meinem Tagebuch nachgesehen. Hier meine Eindrücke von ihnen, die ich gewann, als ich sie erstmals richtig kennenlernte:

Sie sprechen schneller. Doch sie denken, wenn sie es tun, eher langsamer als unsereins. Vor allem scheinen zu viele von ihnen die Nase zu rümpfen, wenn sie jemandem begegnen, der kein Menschen ist.

Ich bin erst ein paar Tage unter ihnen und man hat mich bereits beschimpft, aus Gasthäusern geworfen, betrogen und regelmäßig treffen mich Blicke, die sich vor lauter Verachtung schmierig anfühlen.

Auch wir in den Rotsteinbergen sind Fremden gegenüber nicht allzu freundlich, doch wir sind wenigstens neugierig und wahren die Manieren.

Zum Glück sind nicht alle Menschen so. Inzwischen kenne ich auch einige nette und auch leidlich intelligente Menschen. Doch es gibt mehr als genug der anderen und sie bestimmen das Bild.

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Ein dauernder Kampf


So führe ich jeden Tag aufs Neue meinen ständigen Kampf gegen die alltägliche Diskriminierung und Übervorteilung. Inzwischen bin ich aber besser gerüstet, als in den ersten Tagen unter Menschen. Ich habe inzwischen ein Arsenal meiner ganz eigenen Waffen für diesen Kampf.

Oft reicht es schon, geschickt falsche Erwartungen zu erzeugen, um die eigenen Ziele zu erreichen. Manchmal muss man rasch ein halbwegs haltbares Lügengewebe stricken oder auf spontane Hochstapelei zurückgreifen. Körperliche Auseinandersetzungen meidet ich, soweit ich kann. Ich wäre doch stark benachteiligt ist. Gewalt ist nicht mein Weg – allenfalls der letzte Ausweg.

Was mir alles leichter macht, ist ein gewisser Humor. Die Situation mag aussichtslos sein, aber deshalb ist sie nicht unbedingt ernst.  Mit manchmal galligem Witz sehe mich in dieser Stadt mit ihren seltsamen Regeln, Sitten und Gebräuchen. Manchmal aber ... da sehne ich mich nach dem, was doch unerreichbar scheint: nach ein wenig mehr Harmonie, Anerkennung und Respekt.








Spezialität des Hauses: Nachforschungen

Trotz all meiner Findigkeit bin ich besonders zu Beginn ihrer Zeit in Garbath immer wieder in großer Geldnot und mehr als einmal verzweifelt auf der Suche nach Arbeit. So begann ich eher zufällig mit diskreten und gefährlichen Nachforschungen. Schlau wie ein Fuchs und zäh wie ein Terrier verfolge ich Spuren und lasse mich nicht so leicht einschüchtern. Inzwischen hat es sich in der Stadt herumgeschwiegen: Diskrete Nachforschungen sind meine Spezialit


Zum ersten Mal forsche ich diskret in "Halbling unter Huren und Halunken"

In “Halbling unter Mimen und Mördern” habe ich den schlimmsten Schlamassel hinter mir gelassen und ein regelmäßiges Einkommen. Leider erregt ihr Gewerbe den Unmut der Priesterschaft.

Im dritten Band, “Halbling zwischen Kloster und Kerker", muss ich mich nicht nur mit dem Sterben von Priestern auseinandersetzen, die Ermittlung führen mich tief in die Politik. Und dann besucht mich auch noch mein Bruder!